Elternberichte
Elternberichte
Hier können Sie Erfahrungsberichte von Eltern aus unseren Kinderhäusern lesen. Wir freuen uns, von Ihnen Rückmeldungen über Ihre Kinderhauserfahrungen zu erhalten, die wir gerne auf dieser Seite veröffentlichen.
Berichte aus dem Jahr: 2010 2008 2007 2006
- Familie Friedrich
- Familie Savia
- Familie Moser Poullain
- Familie Sommerfeld
- Familie Christensen/Fasano
- Roman Furrer - Ein typischer Chinderhuustag (am Beispiel des Di. 23. Feb. 2010)
- Familie Sapey
- Familie Fuchs/Rippmann - Elternbericht Familie Fuchs/Rippmann
- Familie Kussmann - Erfahrungsbericht Julia Kussmann, Kinderhaus Talstrasse
- Hans-Ulrich Meili, Grossvater
Familie Friedrich
Juni 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
Als unsere Emilia auf die Welt kam, haben wir uns sehr Gedanken darüber gemacht, wie und ob wir sie betreuen lassen, oder nicht. Im Bekanntenkreis waren viele Meinungen vorhanden, jedoch waren meine Frau und ich gleicher Anjsicht, dass es von Anfang an ein positives und kreatives Umfeld braucht.
Wir haben damals noch in Eschenbach SG gewohnt, uns verschiedene Krippen in der Region angeschaut, jedoch kam bei keiner das gewisse Etwas auf.
Da die Mami in Wetzikon beschäftigt war, schaute sie sich da ein wenig in den Kinderhäusern um und nach dem o.k. vom Papi sollte es die Tösstalstrasse werden. Schnell wurden wir zu einem Termin eingeladen und haben uns dafür entschieden.
Jetzt ist Emilia schon 2 Jahre und die Zeit verflog. Wir sind sehr zufrieden mit allem, was den Kindern dort geboten wird, die Herausforderungen sowie auch das soziale Miteinander.
Auch erwähnenswert sind die sehr guten Abgabe- und Abholzeiten, da konnte die Mami wieder beruhigt in das Berufsleben einsteigen.
Oftmals gefällt es Emilia so gut, das sie gar nicht nach Hause will, weil sie soviel Action dort hatte, dann hilft nur noch Milchschnitte und Caprisonne als kleiner Köder ?
Weiter so.
Herzlichst
Emilia, Beata & Rene Friedrich
Familie Savia
Juni 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
Nach einer emotionalen schwierigen Schwangerschaft war es für mich besonders schwer, mich für einen guten Platz für unseren Sohn Liam (2 Jahre) zu entscheiden. In der 13. Woche wurde bei unserem Sohn eine Nackenfalte von 5.9 mm festgestellt. Die Ärzte rieten uns zu einer Fruchtwasseruntersuchung und machten uns wenig Hoffnung. Nach dieser Untersuchung wurde zwar das Down Syndrom ausgeschlossen, aber es war noch nicht ausgestanden. Die Vermutung der Ärzte war, dass etwas mit den Herzen nicht ganz in Ordnung sei. Also mussten wir wieder warten und zwar bis zur 21. Woche. Trotz mehrmaliger Untersuchung des Herzens waren sie nicht ganz sicher. Dazu kam noch, dass sie meinten, auch im Hirn eine Anomalie zu sehen. Sogar eine Totgeburt wurde nicht ausgeschlossen. In der 28. Woche entschied ich für mich, dass mein Sohn gesund zur Welt kommen würde, egal was die Ärzte meinten.
Im achten Monat, also 4 Wochen zu früh kam dann unser kleiner Sonnenschein Liam zu Welt. Es brachte ein Kampfgewicht von 3,2 kg bei einer Grösse von 48 cm. Er war einfach perfekt. Gesund und kräftig. Und wir waren einfach nur überwältigt von soviel Schönheit und Glück.
Jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie schwer es uns fiel, den Kleinen in fremde Händen zu geben. Wir haben uns mehrere Krippen angeschaut, aber in keiner habe ich mich so wohl gefühlt wie im Kinderhaus Tösstalstrasse. Schon beim Beratungsgespräch fühlte ich diese positive Atmosphäre und Wärme. Überall hörte man Kinderlachen und die Betreuerinnen waren alle super nett. Also entschieden wir uns praktisch noch während des Beratungsgesprächs für das Kinderhaus Tösstalstrasse. Wir haben diese Entscheidung nie bereut. Das Feingefühl der Betreuerinnen bei der Eingewöhnungszeit war einfach nur genial. Und auch heute, fast zwei Jahre später, haben die Betreuerinnen immer ein offenes Ohr bei Erziehungsfragen. Ausserdem erlebt unser Liam soviel neues. Es wird getanzt, gebastelt, gespielt und auch die Ausflüge in den Wald sind immer wieder ein Erlebnis. Wir würden uns immer wieder für das Kindhaus Tösstalstrasse entscheiden, weil wir einfach immer das Gefühl hatten und haben, dass unser Liam da bestens versorgt und umsorgt wird.
Familie Moser Poullain
Mai 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
Wir haben zwei Söhne, die seit sie 6 Monate alt sind das Kinderhaus Tösstalstrasse besuchen – und sie lieben es! Beweis dafür sind die glänzenden Augen am Abend, wenn etwa der vierjährige Cyril erzählt, wie sie den Piratenschatz nach langem Suchen endlich doch noch gefunden haben, wie er den ganzen Nachmittag den soooo steilen Waldhang raufkraxelte und runterruschte oder wie Max und die Wilden Kerle oder andere Geschichten durch seine Erzählungen geistern.
Auch der zweieinhalb-jährige Jeremy erzählt schon begeistert vom “chnöpflä” in der Werkstatt, den leckeren Spaghetti oder zeigt stolz seine farbigen Gemälde und Bastellandschaften.
Uns Eltern überzeugen einerseits die professionellen, kreativen und herzlichen Mitarbeiterinnen, die sich immer die Zeit nehmen, uns über den Tag der Kinder zu informieren und die Kinder in ihrem Tun und ihren Bedürfnissen unterstützen.
Andererseits gefällt uns die fröhliche und farbige Atmosphöre im Kinderhaus, sowie das Programm. Es wird spaziert, gesungen, gebastelt, gebaut, erzählt, umsorgt, gsändelet, gewerkt und gekocht was das Zeug hält. Und dabei wird den Kindern geholfen, erste Freundschaften zu knüpfen und Streitigkeiten zu überwinden – mit wertvollen Regeln, die wir zu Hause übernehmen.
Wie sie sehen, sind wir Krippenhaus-Fans! Noch nicht überzeugt? Dann noch Folgendes: Es kann schon vorkommen, dass mich einer der Kleinen am Abend zwar herzlich begrüsst, dann aber sagt – “aber Mami, ich kann noch nicht nach Hause… Ich muss noch die Geschichte fertig hören / mit dem Zug eine Runde drehen / weitersingen / ...” (beliebig ergänzbar). Oder wenn zu Hause mal nicht viel läuft, kommt schon auch mal der Vorschlag, wir könnten doch jetzt in die Krippe gehen.
Herzlichen Dank allen Involvierten für die wunderbare Arbeit!
Coni, Eric, Cyril und Jeremy Poullain Moser
Familie Sommerfeld
März 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
Liebe Gäste dieser Internetseite,
wir (Papa: Sven, Mama: Jenny und unser Hummelchen: Anna-Maria „wird im Mai 3 Jahre") möchten Ihnen auf diesem Wege unsere Erfahrungen und Eindrücke, die wir mit dem Kinderhaus Tösstalstrasse gemacht haben, vermitteln.
Unsere Kleine ist seit 2 Jahren im Kinderhaus „Tösstalstrasse“. Sie geht in die Pingpong-Gruppe und fühlt sich dort sehr wohl. Da es viel zu entdecken gibt, ist das auch gut zu verstehen. Ausserdem gehen die Kinder viel raus an die frische Luft (z.B.: in den Garten oder in den Wald), sie basteln in der hauseigenen Werkstatt, wo sie sehr kreativ sein dürfen. Es gibt auch noch die Bewegungsbaustelle, ein Raum der komplett mit Matratzen ausgelegt ist. Hier können sich die Kinder austoben.
Natürlich hat jede Gruppe auch ihren eigenen Ruheraum, in dem die Kleinen ein Buch anschauen, einfach nur rumliegen und natürlich ihren Mittagsschlaf machen können, um wieder Energie für den weiteren Tagesverlauf sammeln zu können.
Aber jetzt mal von Anfang an. Dieses Kinderhaus war nicht das erste, welches wir uns angesehen haben. Da wir nicht in Wetzikon wohnen, haben wir uns natürlich erst bei uns nach einer passenden Betreuung für unseren Schatz umgeschaut, diese Krippen waren zwar auch alle ganz nett und freundlich, aber irgendwie hat immer etwas gefehlt. Durch Zufall bin ich im Internet auf das Kinderhaus Tösstalstrasse aufmerksam geworden und habe sofort zum Telefon gegriffen, um einen Beratungstermin zu bekommen. Schon bei diesem Telefonat fühlte ich mich selbst sehr wohl und ein paar Tage später war es dann soweit. Wir fuhren in das Kinderhaus und die Chemie stimmte von Anfang an, obwohl der Gedanke schwierig war, unsere Kleine bei anderen „fremden“ Leuten zu lassen. Doch diese Bedenken waren bald verschwunden. Als wir durchs Chinderhuus geführt wurden und Anna-Maria ihren Kopf nicht mal bei uns versteckt hat wie sonst üblich in fremder Umgebung, sondern immer mehr sehen wollte, war uns dann schlagartig klar, hier fühlt sie sich wohl. Wir schauten uns alles an und waren begeistert, wie viel man aus so einfachen Dingen machen kann. Auch die Regeln und Prioritäten stimmten mit unsere Vorstellung der Erziehung überein, z.B. legen wir viel Wert darauf, dass unser Kind viel an der frischen Luft ist und sich frei entfalten kann, was in diesen Räumen zweifellos und auf Anhieb klappen sollte. Wir fühlten, dass Anna-Maria hier sehr gut aufgehoben ist und vereinbarten ein paar Probestunden, in denen ich selbstverständlich dabei sein konnte und es klappte prima. Nach kurzer Zeit konnte ich sie schon alleine dort lassen, da es ihr richtig gut gefiel und auch immer noch richtig gut gefällt.
Am Anfang war sie halbtags dort, ich brachte sie jeweils um 13.00 Uhr, als die anderen Kinder schliefen. Das war jedoch nicht schlimm, da sie am liebsten bei Birgit in der Küche gewesen ist, um mit Töpfen, Schüsseln und Salatbesteck kochen zu spielen.
Es war schön zu sehen, wie schell und gut sie sich eingelebt hatte.
Seit nunmehr 1,5 Jahren geht sie 4 Tage in der Woche „Vollzeit“ und wir haben unsere Entscheidung nie bereut, im Gegenteil, wir werden jeden Tag in unserer Entscheidung bestätigt, die beste Kinderkrippe der Umgebung für unsere Kleine gefunden zu haben.
Zu sehen, wie sie sich von Tag zu Tag weiter entwickelt, bringt uns das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, was wohl das wichtigste für alle Eltern ist.
Da ist es uns das auch wert, diesen Umweg zu fahren, da wir nicht im gleichen Ort wohnen.
Zum Abschluss möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen des Kinderhauses Tösstalstasse für die hervorragende und tolle Arbeit bedanken, die sie geleistet haben und auch noch leisten werden, da sind wir uns zu 100% sicher.
Anna-Maria, Jenny und Sven Sommerfeld
Familie Christensen/Fasano
März 2010, Kinderhaus Talstrasse
Schon vor der Geburt von Leon habe ich im Chinderhuus angefragt, ob in einigen Monaten ein Platz frei wäre. Der Zeitpunkt war genau richtig, da gerade neue Anmeldungen entgegengenommen wurden. Somit bekam ich prompt eine Zusage. Ich war sehr erleichtert, hatte ich mir die Suche nach einen Krippenplatz sehr viel schwerer vorgestellt. Trotzdem war es auch eine komische Situation. Mein Kind noch nicht mal auf der Welt, und schon ist Fremdbetreuung an zwei Nachmittagen sicher gestellt. Ging alles etwas schnell.
Wenn ich jetzt zurück denke, bin ich sehr froh, dass ich die Gelegenheit gleich genutzt habe. Leon wurde langsam in die Gruppe Wirbelwind integriert.
Auch für mich war es angenehmer, mich "schrittweise" von ihm zu trennen. Die Eingewöhnungszeit verlief reibungslos. Die Feedbacks der Betreuerinnen waren durchwegs positiv. So schien die Trennung eher für mich schwieriger zu sein als für Leon. Anfangs hatte ich kleine Bedenken, weil die anderen Kinder alle älter schienen, über deutlich mehr Kraft und Fähigkeiten verfügten und mein Kleiner vergleichsweise hilflos wirkte. Auch der Lärmpegel war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig. Ein guter Austausch mit Stefie und den anderen Betreuerinnen war für mich speziell in der Anfangsphase wichtig und half mir, die Unsicherheiten zu überwinden.
Bald hatten sich die zwei Nachmittage, die Leon im Chinderhuus verbringt, gut eingespielt, und mittlerweile gehören sie zu unserem festen Ablauf. Ich bin mir sicher, dass es Leon gut geht und er es geniesst, mit den anderen Kindern zusammen zu sein.
Roman Furrer - Ein typischer Chinderhuustag (am Beispiel des Di. 23. Feb. 2010)
Februar 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
01:07
Anouk (1jährig) hat Nuggialarm. Nora (3jährig) schläft weiter
04:44
siehe 1:07
05:50
siehe 4:44
06:12
Der Wecker. Wie immer am Dienstag, keine Zeit um liegenzubleiben, murrend ab unter die Dusche
06:50
Ich bin geduscht, rasiert, angezogen und müde. Zeit die Kinder zu wecken. Interessanterweise geht die „Morgen Beauty“ am Dienstag viel zügiger vorwärts wie sonst. Die Aussicht schnell ins Chinderhuus zu gelangen wirkt bei Nora definitiv motivierend
07:15
Gross und Klein sind abmarschbereit! Meine Frau verabschiedet sich in Richtung Arbeit, während dem ich noch mit Nora verhandle, welche von allen Ihren Kumpanen (Babys, Stofftiere & Co.) sie mit ins Auto nehmen darf
07:38
Dank Skiferien ist der obligate Stau vor dem Ochsenkreisel ausgeblieben und wir sind im Chinderhuus eingetroffen (der Stau auf dem Chinderhuus Parkplatz verschwindet übrigens auch in den Skiferien nicht). Der Weg zu den Sternguckern führt an der Fotowand vorbei, wo Nora mir jeweils alle ihre Gspändli und die halbe Belegschaft vorstellt. Ohne Jacke und mit Finken geht es zum z’Morgentisch. Ich teile der Betreuerin kurz mit, dass Anouk schlecht geschlafen hat und sonst alles im Butter ist. Der Abschied fällt wie gehabt spärlich aus. Unsere beiden Mädchen sind bereits in die Welt des Chinderhuus abgetaucht. Es ist doch viel spannender mit all den aufregenden Kindern zu zmörgele als dem langweiligen Papi Tschüss zu sagen
07:51
Mit einem guten Gefühl und lauter Musik fahre ich zur Arbeit
17:00
PC und Arbeit abschalten und Aufbruch ins Chinderhuus
17:35
Wie immer wenn ich die Türe zum Chinderhuus öffne, wundere ich mich, dass es in einem Haus mit über 20 Kindern so ruhig sein kann. Der Lärmpegel steigt jeweils kurzzeitig an, wenn Nora und Anouk mich erblicken, da der Empfang am Abend einiges herzlicher ausfällt wie der Abschied am Morgen. Während dem Anouk auf mir rumklettert, Nora mir eine selber gebastelte Maske auf die Nase drückt und noch drei bis vier weitere Kinder um uns herumstehen, versuche ich mitzukriegen, was die Gruppenleiterin mir zu berichten hat: Anouk hat viel geschlafen (was für eine Überraschung…), beide haben gut gegessen, am Morgen im Garten, Nachmittag Rhythmik. Alles einsammeln, Schuhe und Jacke anziehen und Tschüss bis zur nächsten Woche
17:50
Heimfahrt ist Erzählungszeit. Anouk brabbelt ständig vor sich hin und Nora erzählt mir heute zum ersten mal in ihrem Leben einen Witz: s’Häsli und dä Elefant, gönd uf d’Rutschbahn mitenand, s’Häsli ruscht im Schuss verbii und dä Elefant klämmt sich s’Fudi i. Autsch. Ob ihr so was im Chinderhuus lernt, frage ich. „Aber nei Papi“, belehrt mich Nora, der Witz hat ihr einer ihrer Chinderhuus Freunde, so wie sie, ein dreijähriger Dreikäsehoch, beigebracht. Die offiziellen Chinderhuus-Lieder und Verse sind aber nicht minder originell
18:20
Das Nachtessen steht auf dem Tisch. Ich höre den Witz zum 38ten mal und kann mich immer noch amüsieren
20:00
Die Chinder sind im Bett und schlafen nach einem erlebnisreichen Tag gut und schnell ein
22:25
Ich schalte den PC ab und lese den soeben verfassten Elternbericht nochmals durch, um den mich die Gruppenleiterin heute charmant und mit einem Lächeln gebeten hat. Was man nicht alles macht, für eine Institution die einem am Herzen liegt!
Familie Sapey
Februar 2010, Kinderhaus Talstrasse
„Waisch Mama, dä R... isch min Fründ!“, wenn mir das meine Tochter Molly jeweils mit leuchtenden Augen erzählt, dann weiss ich genau, wieso sie ins Kinderhaus an der Talstrasse geht. R... ist ihr Freund und zusammen spielen sie mit und auch gegen die anderen Kinder der Gruppe Purzelmüüs. Sie dürfen in der Werkstatt kleben, mit Wasser spielen und auch „goissen“ (aber nur einmal)! Zusammen können sie im Haus Kasperlitheater hören, Piraten oder Dinosaurier spielen und gemeinsam essen. Zusammen können sie sich im Winter mit dem Bob in halsbrecherischer Fahrt den kleinen Abhang hinunter stürzen und im Sommer auf Gummipferdchen und in Miniautos Rennen liefern.
Die Kinder bringen das Kinderhaus auch nach Hause. Plötzlich ist das tägliche Zähneputzen kein Kampf mehr, weil es an der Talstrasse eine Selbstverständlichkeit ist. Manchmal findet eine Zeichnung oder eine Salzteigskulptur ihren Weg zu uns und oft ist es auch ein Lied oder ein nicht ganz stubenreiner Schüttelvers. Das „Glas Bier auf dem Klavier“ erkannte ich jedenfalls gleich, auch wenn sich Molly am Anfang noch nicht so sicher war, wie sich das mit dem trinkt und stinkt verhält. Und, dann sind da eben die Freundschaften. Molly hat F... versproche, dass der an der nächsten Chilbi zu uns kommen darf, weil man von unserer Wohnung aus das Riesenrad so gut sieht.
Umgekehrte Welt – die Kinder bringen die Eltern ins Kinderhaus. Ich schätze die zusätzlichen Veranstaltungen des Kinderhauses sehr, sowohl die Elternabende wie auch die Familienanlässe. Sehr gerne erinnere ich mich an den Laternenumzug mit anschliessender Suppe auf dem Parkplatz des Kinderhauses, oder an den Brunch im Frühling. Beim Brunch sass ich neben einem ehemaligen Nachbarsohn auf der Bank. In Australien hatten wir uns einmal getroffen und auch mal im Einkaufszentrum und der Bibliothek und jetzt, nach 30 Jahren, waren wir wieder Teil einer Gemeinschaft.
Wenn ich meine Kinder im Kinderhaus abgebe, tue ich das mit der Überzeugung, dass sie an einem Ort sind, wo sie glücklich sind. Ich kann darauf vertrauen, dass sie eine liebevolle Betreuung erfahren, dass ihnen auch Grenzen gesetzt werden, dass sie gefördert und unterstützt werden. Ich weiss, sie dürfen das tun, was Kinder brauchen – spielen, lernen, lärmen, lachen, Freundschaften schliessen, streiten, basteln, sich versöhnen, aktiv sein.
Und wenn eines der kleinen, kaum zweijährigen Mädchen meinem jüngeren Kind das Schmusetier nachträgt, damit sie ja nicht vergisst es nach Haus zu nehmen, und es mit einem scheuen „Megan ihräs“ überreicht, ist das schlicht ein berührender Moment.
Familie Sapey
Familie Fuchs/Rippmann - Elternbericht Familie Fuchs/Rippmann
Februar 2010, Kinderhaus Tösstalstrasse
Seit Juni 2008 besuchen unsere beiden Zwillingstöchter Linja und Nahlin (damals fünf Monate alt) an drei Tagen das Kinderhaus Tösstalstrasse. In diesen bald zwei Jahren haben sie viel erlebt, viel gelernt und wir haben keinen Moment bereut, dieses Kinderhaus gewählt zu haben.
Die Besichtigung
Bereits während der Schwangerschaft machten wir uns auf die Suche nach zwei Krippenplätzen und bald stellte sich heraus, dass das in der Stadt Zürich (wo wir beide arbeiteten) ein Ding der Unmöglichkeit sein würde für zwei Babies. Deshalb schauten wir uns die Kinderhäuser in Wetzikon an. Carmen Schmid, die uns das Haus Tösstalstrasse zeigte, war uns sofort sympathisch, und vom Haus waren wir sehr begeistert: Rutschbahnen drinnen und draussen, ein Werkraum mit unendlich vielen Bastelsachen, ein Wässerli-Raum, die Bewegungsbaustelle, der Garten... – am liebsten würde man selbst dort rumtoben und kreativ werden.
Der Entscheid für dieses Kinderhaus fiel noch vor Ort und wir hatten das Glück, dass wir gleich zwei Plätze zugesichert bekamen. Eine grosse Sorge hatten wir weniger.
Die Eingewöhnung
Schliesslich waren Linja und Nahlin geboren, und bald schon war es Zeit für die Eingewöhnung. Diese verlief problemlos und die Gruppenleiterinnen haben sich so eingerichtet, dass wir die beiden, obwohl in separaten Gruppen, immer gleichzeitig zur Eingewöhnung bringen konnten. Unser Gefühl: beruhigt und im Wissen, dass unsere Kinder in liebevollen, professionellen Händen sind.
Die ersten Monate
In den ersten Monaten erhielten die beiden noch regelmässig ihren Schoppen und mitgebrachten Brei. Das hat alles immer wunderbar geklappt, wir waren aber dann froh, als sie endlich – und offenbar mit Freude – beginnen durften, vom Tisch mitzuessen. Das Babyprotokoll (in dem Schlafzeiten, Essen/Trinkmengen und Windelinhalt minutiös festgehalten wird) war für die erste Zeit hilfreich aber bald nicht mehr notwendig.
Leider waren die Kinder auch oft mal krank oder wurden es während des Tages. Aber auch dann weiss man das Kind liebevoll und voller Zuneigung betreut, bis man den Weg vom Arbeitsplatz zur Krippe geschafft hat.
Alle Betreuerinnen sind sehr kompetent, geduldig, liebevoll und scheinen jedes Kind als etwas Besonderes zu betrachten – das gibt einem einfach ein sehr gutes Gefühl.
Heute
Heute sind die Mädchen schon über zweijährig. Morgens verläuft das „Abgeben“ problemlos, sie klettern auf die Bank beim Zmorgetisch und machen sich ihre Ovi, Cornflakes oder anderes und sind gleich in den Tagesablauf im Kinderhaus integriert. Abends begrüssen sie uns freudig, wenn wir sie abholen. Nach drei Tagen sind sie jeweils sehr müde, aber voller neuer Eindrücke.
Beim Abholen nehmen sich die Gruppenleiterinnen genügend Zeit, um zu erzählen, was die Kinder den Tag über erlebt haben. Und falls mal etwas passiert (Beule am Kopf oder ähnliches) wird man sogar tagsüber informiert.
Fazit
Die Tösstalstrasse ist für die Kinder ein Paradies. Sie können werken, basteln, Erfahrungen in der Gruppe sammeln – Möglichkeiten, die wir zu Hause nie bieten könnten. Sie haben vieles im Kinderhaus gelernt. Immer wieder stutzen wir mit Staunen über neue Entwicklungen, Verhaltensweisen, die sie bestimmt nicht von uns gelernt haben.
Wir sind sicher, dass sich die beiden Mädchen auch in Zukunft im Kinderhaus wohl fühlen werden und dass sie noch viele wertvolle, lustige, kreative Erfahrungen machen werden
Wir haben den Entscheid für das Kinderhaus Tösstalstrasse keine Minute bereut.
Familie Kussmann - Erfahrungsbericht Julia Kussmann, Kinderhaus Talstrasse
Februar 2010, Kinderhaus Talstrasse
Julia besucht seit sie 6 Monate alt ist die Gruppe Wirbelwind. Mittlerweile ist sie 2 ½ Jahre alt.
Es gefällt ihr sehr gut in der Krippe. Sie liebt die vielen Kinder, die tollen Spielsachen und erzählt immer wieder von Stefi und Martina.
Wenn ich sie frage: „Gehen wir morgen in die Krippe?“ dann folgt ein lautes „Jaaaaaaaaaaaa“!
Am liebsten geht sie in die Werkstatt, denn basteln ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Sie spielt auch gerne in der Baby-Ecke oder singt Lieder vor sich hin. Da mit den Kindern unter anderem während dem Zähneputzen gesungen wird, hat sie Lieder wie „Alli mini Entli“ und „Döt äne am Bergli“ völlig im Griff.
Auch das Mithelfen in der Küche findet sie ganz toll, vor allem wenn eines der Kinder Geburtstag hat und Kuchen gebacken wird.
Die Betreuung in der Krippe ist sehr professionell und liebevoll. Der geordnete Tagesablauf und das soziale Zusammenleben mit anderen Kindern und Erwachsenen erachten wir als sehr wertvoll. Julia lernt viel dabei und wir merken an ihrem Verhalten, dass sie in vieler Hinsicht Fortschritte macht.
Wir können das Kinderhaus Talstrasse sehr empfehlen. Julia ist dort in den besten Händen.
Hans-Ulrich Meili, Grossvater
Februar 2010, Kinderhaus Talstrasse
Seit die Familie unserer Tochter nach Wetzikon zu wohnen gekommen ist, beteilige ich mich an den Krippentransporten. Dies ermöglicht den beiden Enkeln einen längeren Schlaf und bedeutet für die Eltern einen wertvollen Zeitgewinn für ihre Arbeit in Zürich. Für mich und die Enkel ist jede gemeinsame Fahrt, bereichert mit Kindermusik und Gesprächen, ein kleines Fest der Begegnung. Das Leben in der Krippe am Rande mitzuerleben mit den vielen vergnügten Kindergesichtern und der liebevollen Zuwendung durch die Betreuerinnen, ist mir eine grosse Beglückung. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass die Kinder erlebnisreiche Tage mit Gleichaltrigen und mit vielen Anregungen und Aktivitäten verbringen können, dank kompetenten und fröhlichen Betreuerinnen. Mit einer regelmässigen und ganztägigen Betreuung wären wir Grosseltern überfordert. Um so dankbarer ist es, mit einem kleinen aber sehr sinnvollen Einsatz den Enkeln zu reichhaltigen Krippentagen verhelfen zu können und ihrer Mutter zur Aufrechterhaltung ihrer Berufserfahrung. Ich möchte diesen Geheimtip weiter geben, weil mit geringer Belastung ein grosser Dienst erbracht werden kann und eine unschätzbare Vertrautheit mit den Enkeln daraus entsteht.
